Europa erleben – Erfahrungen teilen: Erasmus+-Veranstaltung macht Lust auf das Abenteuer Ausland

Europa erleben – Erfahrungen teilen: Erasmus+-Veranstaltung macht Lust auf das Abenteuer Ausland

Wie lebt und arbeitet es sich in einer internationalen Schule auf Rhodos? Welche Unterschiede gibt es zwischen dem deutschen und dem polnischen Bildungssystem? Und was haben Graffiti-Kunst in Porto, der Karneval auf Gran Canaria oder ein Spaziergang über einen zugefrorenen finnischen See mit der Ausbildung zur Erzieherin oder zum Erzieher zu tun?

Antworten auf diese und viele weitere Fragen lieferten unsere 15 Erasmus+-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer bei der diesjährigen Erasmus-Veranstaltung. In abwechslungsreichen Präsentationen berichteten sie von ihren sieben- bzw. zehnwöchigen Auslandspraktika und gaben den Schülerinnen und Schülern des ersten Ausbildungsjahres der Fachschule für Sozialpädagogik und weiteren Interessierten einen authentischen Einblick in ihre Zeit im europäischen Ausland.

Finanziert über das Erasmus+-Programm der Europäischen Union hatten sie die Möglichkeit, ihr Praktikum in Finnland, Estland, Polen, Österreich, Spanien, Griechenland, Portugal oder der Türkei zu absolvieren. Ihre Einsatzorte waren Deutsche Schulen, internationale Kindertagesstätten und weitere sozialpädagogische Einrichtungen. Dabei lernten sie nicht nur neue pädagogische Konzepte kennen, sondern erhielten auch einen unmittelbaren Einblick in andere Bildungs- und Erziehungssysteme.

In persönlichen Präsentationen nahmen die Rückkehrerinnen und Rückkehrer ihre Mitschülerinnen und Mitschüler mit auf ihre Reise. Sie erzählten von ihren Praxiseinrichtungen, den Besonderheiten der jeweiligen Bildungs- und Erziehungssysteme sowie von kulturellen Unterschieden und Gemeinsamkeiten. Ebenso spannend waren die Einblicke in ihren privaten Alltag: Wie haben sie gewohnt? Wie sah ihre Freizeit aus? Was hat sie überrascht, gefreut, fasziniert – oder auch mal frustriert und überfordert?

Das Interesse der Zuhörerinnen und Zuhörer war entsprechend groß. Nach den Vorträgen wurden zahlreiche Fragen gestellt – zu den Praktikumsstellen, zur Organisation, zum Leben vor Ort und zu den persönlichen Erfahrungen. Viele konnten sich gut vorstellen, im kommenden Jahr selbst den Schritt ins Ausland zu wagen.

Ein Praktikum in einem anderen Land eröffnet nicht nur neue fachliche Perspektiven. Es stärkt die Selbstständigkeit, fördert die Fähigkeit, sich auf neue Situationen einzustellen, und erweitert den eigenen Horizont. Wer in einem internationalen Umfeld arbeitet, entwickelt interkulturelle Kompetenzen, gewinnt Sicherheit im Umgang mit unterschiedlichen Lebensweisen und sammelt wertvolle Erfahrungen für die spätere berufliche Praxis.

Die Erasmus-Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie bereichernd ein Auslandsaufenthalt sein kann. Sie informierte nicht nur über das Programm, sondern machte vor allem eines: Lust darauf, Europa selbst zu entdecken – und dabei persönlich wie beruflich zu wachsen.

Text: N. Weuster

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